Thermoden-, Bügellöten, Heißsiegeln & Heißkleben, Heatstacking
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Sowohl mobile Elektronik wie Telekommunikationsgeräte, als auch die Elektronik in Kraftfahrzeugen verlangen zunehmende Packungsdichte und damit Anordnung der Schaltkreise in mehreren Ebenen. Die Verbindung der Ebenen untereinander wird vorteilhaft mit flexiblen Schaltunsträgern und / oder Folienverbindern hergestellt. Diese Verbindungen stellt man meist durch Thermodenlöten (Bügellöten) her. Für die Ausrüstung von elektronischen Geräten mit Digitalanzeigen in Form von Displays werden teilweise Displaytreiber auf flexiblen Trägern verwendet. Die Verbindung zum starren Schaltungsträger wird ebenso mittels Thermodenlöten (Bügellöten) hergestellt. Das Verfahren wird weiterhin eingesetzt um Flachkabel und Folienkabel mit starren Bauelementen wie Steckverbindern und Leiterplatten zu verbinden.
Verfahrensprinzip:
Ein stromdurchflossenes Werkzeug, die Thermode, erzeugt Wärme und überträgt diese Wärme über Kontaktdruck auf das Werkstück. Die Thermode ist auf einem einachsigen Antrieb montiert, dem Lötkopf. Der Antrieb erfolgt in der Regel pneumatisch oder motorisch. Meist wird die Kraft mit einer Kraftfeder über den Antriebsweg auf den voreingestellten Wert gebracht.
Die Thermode setzt in der Regel kalt auf und beginnt den Heizprozess, sobald die voreingestellte Kraft erreicht ist. Aufsetzen der Thermode mit Vorheiztemperatur beschleunigt den Prozessablauf. Die Thermode heizt innerhalb einer programmierten Zeit auf eine programmierte Prozesstemperatur, die dann für eine programmierte Prozesszeit gehalten wird. Die Prozesstemperatur liegt deutlich über der Schmelztemperatur des Lotes, weil:
- das Thermoelement so nah wie möglich, jedoch oberhalb der Thermodenkontaktfläche befestigt ist,
- die Temperatur der Thermode und ihre Masse im Heizbereich für die Übertragung der Wärme auf die Lötstelle sorgt und
- die Fügestelle selbst die Schmelztemperatur des Lotes erreichen muß.
Die Thermode kühlt nach Ablauf der Prozesszeit ab und hebt sich bei einer Temperatur von der Lötstelle ab, bei der das Lot an der Fügestelle sicher erstarrt ist. Der Abkühlvorgang kann durch forcierte Luftkühlung beschleunigt werden.
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